
Welche Abrechnungsmodelle Agenturen und Kanzleien nutzen, was die Meldung bei Google selbst kostet und worauf du vor dem Auftrag achtest.
Die Meldung bei Google kostet dich Zeit, eine Gebühr verlangt Google dafür nicht. Geld zahlst du, sobald andere für dich arbeiten: Agenturen rechnen je Bewertung, pauschal oder nach Erfolg ab, Kanzleien nach dem RVG oder nach einer Vergütungsvereinbarung.
Wer eine Google Bewertung löschen lassen will, meldet sie also zuerst selbst oder gibt die Vorbereitung ab. Über die Löschung entscheidet in jedem Fall Google, erst dann ist eine Bewertung gelöscht. Kosten beim Löschen von Google Bewertungen entstehen deshalb an drei Stellen: bei deiner eigenen Zeit, beim Honorar eines Dienstleisters und im Streitfall bei Gericht.
Beim Thema Google Bewertungen löschen lassen geht es in diesem Beitrag ums Geld. Ich zeige dir alle drei Stellen, mit den Gesetzen, nach denen abgerechnet wird, und mit den Fragen, die du vor einem Auftrag stellst. Preise anderer Anbieter nenne ich keine. Was hier steht, gilt für Google Bewertungen und Rezensionen gleich, Google nutzt beide Begriffe.
Was kostet es, Bewertungen bei Google selbst zu melden?
Die Meldung im Google Unternehmensprofil und im Tool zur Verwaltung von Bewertungen kostet keine Gebühr, die Google-Hilfe nennt an keiner Stelle einen Preis. Die Beschwerde gegen Googles Entscheidung ist nach Art. 20 DSA ausdrücklich unentgeltlich. Dein Einsatz ist Zeit: Belege sammeln, Begründung schreiben, Status prüfen, nachfassen.
Die Hilfe beschreibt zwei Wege für Inhaber. Du meldest die Bewertung direkt im Unternehmensprofil, dem früheren Google My Business, oder über das Tool zur Verwaltung von Bewertungen und wählst dort einen Grund aus. Danach prüft Google die Bewertung gegen die Richtlinien von Google für nutzergenerierte Inhalte. Im Tool siehst du anschließend einen von drei Status: „Entscheidung steht aus“, „Meldung überprüft“ mit dem Zusatz „kein Richtlinienverstoß“ oder „Eskaliert“. Die Prüfung dauert laut Google in der Regel mehrere Tage.
Bleibt die Bewertung online, legst du einmal Einspruch ein. Dafür wählst du bis zu zehn Rezensionen aus, das Ergebnis kommt per E-Mail.
Wie viel Zeit das kostet, hängt an deiner Vorbereitung. Wie gut belegst du jeden Fall, wie sauber dokumentierst du? Mit dem Link aus Google Maps, einem Screenshot und dem Wortlaut der Bewertung bist du schnell. Ohne diese drei suchst du hinterher.
Notier dir zu jeder Meldung Datum, Grund und Status. Wird die Bewertung gelöscht, siehst du das im Tool. Bleibt sie stehen, liegt alles für den Einspruch bereit.
Den Ablauf der einzelnen Wege beschreibe ich im Beitrag Google-Rezension melden: Wege, Gründe und Status.
Kann ich als Inhaber eine Google Rezension selbst löschen?
Nein. Als Inhaber löschst du keine Google Rezension selbst, du meldest sie. Deine eigene Antwort darunter bearbeitest oder löschst du jederzeit im Unternehmensprofil. Ob eine gemeldete Bewertung gelöscht wird, entscheidet Google nach seinen Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte auf Maps. Das gilt für negative wie für positive Rezensionen bei Google.
Eine Bewertung entfernen kannst du als Inhaber also nur über die Meldung. Auch eine Agentur kann nichts bei Google löschen lassen, sie meldet wie du. Genau hier liegt der Kern jeder Preisfrage. Was du einer Agentur oder Kanzlei zahlst, ist ein Preis für Prüfung, Vorbereitung und Meldung. Die Löschung selbst verkauft niemand, denn die trifft allein Google. Wer dir anbietet, gegen Geld eine Bewertung entfernen zu lassen, verkauft dir eine Entscheidung, die er nicht trifft.
Auch das Kommentieren einer Bewertung ändert an diesem Ablauf nichts. Hast du die Bewertung bereits kommentiert, meldest du sie trotzdem, deine Antwort bleibt dabei stehen.
Einen zweiten Weg gibt es. Der Verfasser der Bewertung darf seine Rezension laut Google-Maps-Hilfe jederzeit bearbeiten oder löschen. Kennst du die Person und war es ein Missverständnis, bittest du sie sachlich darum. Löscht sie den Beitrag, ist die Bewertung gelöscht, ohne dass Google prüfen muss. Das kostet nichts. Bei Bewertungen von Unbekannten oder offenen Angriffen bleibt dieser Weg zu.
Wann wird eine ungerechtfertigte Bewertung gelöscht?
Gemeldete Rezensionen, die gegen die Inhaltsrichtlinien verstoßen, werden laut Google-Hilfe entfernt. Gelöscht wird also keine Bewertung, die dich ärgert, sondern eine, die eine konkrete Regel bricht. Diese Regel benennst du in der Meldung. Das gilt beim Selbstmelden genauso wie bei jedem bezahlten Auftrag.
Die Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte auf Maps nennen unter anderem diese Gruppen, die für Inhaber am häufigsten passen:
- Gefälschte Interaktionen: Inhalte, die nicht auf realen Erfahrungen beruhen, bezahlte Bewertungen und Inhalte, die eine Person über mehrere Konten veröffentlicht.
- Manipulation von Bewertungen mit Interessenkonflikt. Google nennt eine aktuelle oder frühere Beschäftigung, Mitbewerber in der Branche und familiäre Beziehungen.
- Belästigung und Hassrede.
- Personenbezogene Daten anderer, die ohne Einwilligung veröffentlicht wurden.
- Nicht themenbezogene Inhalte, etwa allgemeine politische Kommentare ohne Bezug zu deinem Betrieb.
Die Art der Bewertungen entscheidet also über den Weg. Eine unfaire Bewertung von jemandem, der nie Kunde war, fällt unter gefälschte Interaktionen. Eine harte, zutreffende Kritik fällt unter keine dieser Gruppen. Dieselben Regeln gelten für positive Bewertungen, etwa für bezahlte.

Rechtswidrige Bewertungen sind ein zweiter Strang. Verstößt eine Bewertung gegen geltendes Recht, etwa als Beleidigung nach § 185 StGB, meldest du sie über die rechtliche Meldung bei Google. Den Löschantrag direkt bei Google stellst du auch hier selbst, eine Kanzlei brauchst du dafür nicht.
Unberechtigte Google Bewertungen: welche du zuerst meldest
Bewertungen auf Google, die eine Regel klar brechen, meldest du zuerst. Dazu gehören Bewertungen ohne jeden Kundenkontakt, Beleidigungen und Bewertungen mit fremden personenbezogenen Daten. Bei diesen Fällen lohnt sich jeder Aufwand, weil du den Verstoß belegen kannst. Fälle, in denen Aussage gegen Aussage steht, kommen danach.
Eine eigene Gruppe sind 1-Sterne-Bewertungen ohne Text. Das LG Hamburg hat Google 2018 zur Löschung einer solchen Bewertung verpflichtet, weil der Inhaber den Geschäftskontakt bestritten hatte und Google dem nicht nachging (Urteil vom 12. Januar 2018, 324 O 63/17). War die Person dagegen Kunde, bleibt die Sterne-Wertung zulässig.
Wer solche Google Bewertungen löschen lassen möchte, sammelt zuerst. Für die Entfernung unberechtigter Bewertungen brauchst du zu jedem Fall drei Dinge: den Link, den Wortlaut und deinen Beleg. Sammle sie, bevor du Geld für eine Löschung der Bewertung ausgibst. Fehlt dir der Beleg, bezahlst du einen Dienstleister für eine Meldung, die Google mit hoher Wahrscheinlichkeit ablehnt.
Dass die Bewertung von einem Mitbewerber oder einem früheren Mitarbeiter stammt, belegst du selten direkt. Hier hilft ein Muster: Datum, Wortwahl, zeitliche Nähe zu einem Streit. Halte das sachlich fest, ohne die Person öffentlich zu beschuldigen.
Beim Löschen von negativen Bewertungen gilt deshalb dieselbe Reihenfolge wie beim Geld: erst die klaren Fälle, dann die offenen. Wer negative Bewertungen löschen will und alle auf einmal meldet, bindet Zeit an Meldungen, die er besser in eine Antwort steckt.
Abrechnungsmodelle, wenn du eine Bewertung löschen lassen willst
Für die Löschung von Bewertungen gibt es neben dem Selbstmelden fünf Abrechnungsmodelle: Preis je Bewertung, Pauschale für ein Paket, Honorar nur bei Erfolg, gesetzliche Anwaltsgebühren nach Gegenstandswert und eine Vergütungsvereinbarung mit Stundensatz oder Pauschale. Konkrete Preise anderer Anbieter nenne ich nicht, weil sie sich ändern und je Fall verschieden ausfallen.
| Modell | So entsteht der Preis | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Selbst melden | Keine Gebühr bei Google, dein Zeitaufwand | Belege vor der Meldung sammeln |
| Preis je Bewertung | Fester Betrag pro Bewertung | Zählt jede gemeldete oder nur jede gelöschte? |
| Pauschale | Festpreis für ein Paket oder einen Zeitraum | Wie groß ist das Paket? |
| Nur bei Erfolg | Zahlung erst nach Löschung | Ab wann zählt eine Löschung als Erfolg? |
| Gesetzliche Anwaltsgebühren | Geschäftsgebühr nach Gegenstandswert, § 2 RVG | Gegenstandswert vorher erfragen |
| Vergütungsvereinbarung mit Kanzlei | Stundensatz oder Pauschale, § 3a RVG | Textform und Hinweis zur Erstattung |
Beim Preis je Bewertung entscheidet ein Detail über die Rechnung. Ein Rechenbeispiel mit offenen Annahmen: Du gibst zehn Bewertungen ab, Google entfernt drei. Zahlst du je gemeldeter Bewertung, rechnet der Anbieter zehn ab. Zahlst du je gelöschter, sind es drei. Wie viele Google Bewertungen gelöscht werden, weiß vorher niemand.
Bei der Pauschale ist der Preis gleich, ob am Ende zwei oder acht Google Bewertungen gelöscht sind. Willst du mehrere Bewertungen löschen lassen, rechne die Pauschale deshalb gegen den Preis je Bewertung. Frag außerdem nach dem Umfang. Enthält sie nur die Meldung an Google oder auch den Einspruch, die Beschwerde nach Art. 20 DSA und die Dokumentation jeder Berichts-ID?
Noch ein Wort zum Modell „nur bei Erfolg“. Klär schriftlich, wann eine Bewertung gelöscht im Sinne des Angebots ist und was passiert, wenn sie später wieder erscheint. Frag auch, ob der Anbieter Google Bewertungen gelöscht nennt, die der Verfasser selbst entfernt hat. Beides gehört in das Angebot, bevor du unterschreibst.
Manche Anbieter arbeiten mit Google und anderen Bewertungsportalen. Prüf, ob der Preis für Plattformen wie Google genauso gilt wie für Branchenportale, denn dort gelten andere Meldewege und andere Regeln.
Wie rechnet ein Anwalt nach RVG ab?
Ohne Vereinbarung gelten die gesetzlichen Gebühren nach § 2 RVG, berechnet am Gegenstandswert. Für die außergerichtliche Tätigkeit fällt die Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG an, mit einem Rahmen von 0,5 bis 2,5. Mehr als 1,3 darf die Kanzlei nur berechnen, wenn die Arbeit umfangreich oder schwierig war.
Ein Anwalt prüft die Bewertung zuerst darauf, ob sie Meinung oder Tatsache enthält. Willst du eine Bewertung löschen lassen und beauftragst dafür eine Kanzlei, frag vor dem Auftrag, von welchem Gegenstandswert sie ausgeht. Aus Wert und Gebührensatz ergibt sich am Ende der Betrag auf deiner Rechnung.
Alternativ vereinbarst du mit der Kanzlei eine Vergütung. Diese Vereinbarung braucht nach § 3a RVG Textform und muss als Vergütungsvereinbarung bezeichnet sein, getrennt von der Vollmacht. Außerdem enthält sie den Hinweis, dass die Gegenseite im Kostenfall regelmäßig nur die gesetzliche Vergütung erstattet. Liegt dein Stundensatz darüber, zahlst du die Differenz selbst, auch wenn du gewinnst.
Ein Erfolgshonorar ist für Kanzleien eng begrenzt. § 4a Abs. 1 RVG erlaubt es bei Geldforderungen bis 2.000 Euro, bei Inkasso und wenn du ohne Erfolgshonorar bei verständiger Betrachtung von der Rechtsverfolgung absehen würdest. Die Löschung einer Google Bewertung ist keine Geldforderung. Damit bleibt für eine Kanzlei nur der dritte Fall.
Typisch für den ersten anwaltlichen Schritt ist ein Schreiben. Darin lässt die Kanzlei Google auffordern, die Bewertung mit Frist zu prüfen und zu entfernen. Die Reaktion von Google auf dieses Schreiben bestimmt, ob weitere Kosten folgen.
Und die Rechtsschutzversicherung? Ob sie die Kosten dafür trägt, eine Bewertung löschen zu lassen, steht allein in deinem Vertrag. Die Musterbedingungen des GDV, die ARB 2012, nennen das Vorgehen gegen eine Bewertung im Internet nicht als eigene Leistungsart. Hol dir deshalb vor dem Auftrag eine schriftliche Deckungszusage, selbst oder über deine Kanzlei.
Wann sich eine Kanzlei lohnt, beschreibe ich im Beitrag Google-Bewertung löschen mit Anwalt.
Was kostet ein Gerichtsverfahren um eine negative Google Bewertung?
Vor Gericht kommen zu den Anwaltsgebühren die Gerichtsgebühren. Beide richten sich nach dem Streitwert, den das Gericht festsetzt. Wer verliert, trägt nach § 91 ZPO die Kosten des Rechtsstreits und erstattet der Gegenseite deren notwendige Kosten. Das Kostenrisiko ist damit doppelt: deine Kanzlei und die von Google.
Die Gerichtsgebühren richten sich nach § 3 Abs. 1 GKG nach dem Wert des Streitgegenstands. Welchen Wert ein Gericht für die Löschung einer Bewertung ansetzt, entscheidet es im Einzelfall. Ein fester Betrag steht in keinem Gesetz, deshalb fragst du deine Kanzlei vor der Klage nach einer Kostenschätzung für beide Instanzen.
Für dich als Inhaber heißt das: Ein Verfahren lohnt sich bei rechtswidrigen Bewertungen mit klarer Beweislage. Für eine Bewertung, bei der Aussage gegen Aussage steht, trägst du ein Kostenrisiko, das eine einzelne Rezension selten rechtfertigt.
Ein schneller Weg ist die einstweilige Verfügung. Gerichte verlangen dafür Eile. Wer nach Kenntnis der Bewertung wochenlang wartet, verliert diesen Weg. Die Details stehen im Beitrag über den Anwalt.
Kann ich eine Google Bewertung ohne Anwalt löschen lassen?
Ja, soweit es um die Meldung geht. Wer eine Bewertung löschen lassen will, reicht Meldung, Einspruch und rechtliche Meldung bei Google als Inhaber selbst ein, einen Anwalt verlangt Google dafür nicht. Eine Kanzlei brauchst du erst, wenn du deinen Einzelfall rechtlich prüfen lassen, den Verfasser ermitteln oder vor Gericht gehen willst.
Der DSA sorgt für niedrige Hürden. Nach Art. 16 Abs. 1 DSA muss Google sein Meldeverfahren leicht zugänglich und benutzerfreundlich gestalten, die Meldung läuft ausschließlich elektronisch. Google ist verpflichtet, jede Meldung zeitnah, sorgfältig, frei von Willkür und objektiv zu bearbeiten (Art. 16 Abs. 6 DSA). Die Entscheidung teilt Google dir unverzüglich mit und weist dich auf Rechtsbehelfe hin (Art. 16 Abs. 5 DSA).
Gegen eine Entscheidung steht dir die Beschwerde nach Art. 20 DSA offen, danach die außergerichtliche Streitbeilegung nach Art. 21 DSA.
| Stufe | Wer reicht ein | Kosten für dich |
|---|---|---|
| Meldung im Unternehmensprofil oder Tool | Du als Inhaber | Keine Gebühr genannt, deine Zeit |
| Einspruch für bis zu zehn Rezensionen | Du als Inhaber | Keine Gebühr genannt |
| Beschwerde nach Art. 20 DSA | Du als meldende Person | Unentgeltlich |
| Streitbeilegung nach Art. 21 DSA | Du bei einer zertifizierten Stelle | Kostenlos oder Schutzgebühr |
| Kanzlei, Klage, Auskunftsverfahren | Kanzlei in deinem Auftrag | RVG oder Vergütungsvereinbarung |
Für die Streitbeilegung nach Art. 21 DSA gilt eine Kostenregel zu deinen Gunsten. Entscheidet die Stelle zu deinen Gunsten, trägt Google alle Gebühren der Stelle und erstattet dir weitere angemessene Kosten. Gewinnt Google, zahlst du dessen Kosten nur bei eindeutig böswilligem Handeln.
Mein Rat: Geh die ersten vier Stufen selbst, bevor du ein Honorar zahlst. Wird die Bewertung gelöscht, hast du kein Honorar gezahlt. Bleibt sie stehen, liefert jede Stufe Unterlagen, die eine Kanzlei später ohnehin braucht.
Ist es seriös, Google-Bewertungen löschen zu lassen?
Seriös ist ein Anbieter, der dir offen sagt, wer die Meldung einreicht, und dass Google über die Löschung entscheidet. Prüft jemand deinen Einzelfall rechtlich, braucht er eine Erlaubnis nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz. Das OLG Frankfurt hat das am 19. März 2026 für das Vorgehen gegen negative Google-Bewertungen entschieden (16 U 2/25, nicht rechtskräftig).
Schon 2019 hatte das LG Hamburg einer Online-Marketing-Agentur untersagt, gegen Entgelt die Löschung von Google-Bewertungen mit individueller rechtlicher Prüfung anzubieten (Urteil vom 28. Juni 2019, 315 O 255/18). Geklagt hatte die Rechtsanwaltskammer Hamburg.
Für dich heißt das: Prüft jemand deinen Einzelfall rechtlich, ist das Rechtsdienstleistung. Meldest du selbst mit einer allgemeinen Anleitung, bleibt die Entscheidung bei dir. Diese sechs Fragen stellst du vor jeder Zahlung:
- Wer reicht die Meldung bei Google ein, und in wessen Namen?
- Liegt eine Erlaubnis nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz vor, oder arbeitet eine Kanzlei?
- Was kostet eine Meldung, die Google ablehnt?
- Was gilt, wenn die Bewertung stehen bleibt oder nach einigen Wochen zurückkommt?
- Bekomme ich zu jeder Meldung Berichts-ID und Status, und erfahre ich, wann eine Bewertung gelöscht ist? Ohne beides prüfst du keine Rechnung nach.
- Steht das Abrechnungsmodell in einem schriftlichen Angebot?
Ein Warnsignal ist ein Anbieter, der sich nach einer frischen Bewertung von selbst meldet und eine Löschung zusagt. Eine Zusage über die Löschung kann kein Dritter geben.
Selbst melden: so läuft es, bis Google Bewertungen gelöscht hat
Du meldest in vier Schritten: Belege sichern, Bewertung mit passendem Grund melden, Status im Tool prüfen, bei Ablehnung einmal Einspruch einlegen. Danach folgen Beschwerde und Streitbeilegung nach DSA. Jeder Schritt kostet dich Zeit, keiner eine Gebühr. Wer plant, gegen schlechte Google Bewertungen vorzugehen, hält diese Reihenfolge ein, auch wenn am Ende eine Kanzlei einreicht.
Bei den Belegen zählt, was du gegenüber Google nachweisen kannst, bevor du beginnst, die Bewertung bei Google zu melden. Prüf Kundenkartei, Terminkalender und Rechnungen nach dem Namen, der unter der Bewertung steht. Findest du ihn nicht, notierst du die geprüften Zeiträume. Bei der Meldung gibst du einen konkreten Grund an und beschreibst den Verstoß in eigenen Worten.
Für die Meldung im Tool zeigt Google an, mit welchem Konto du angemeldet bist. Gehört die angezeigte E-Mail-Adresse zum Profil, meldest du direkt. Nutze das Konto, das über die Rechte am Profil verfügt, sonst wechselst du das Konto.
Laut Google-Hilfe meldest du bei Bedarf auch das Nutzerprofil des Verfassers, in der Google Maps App über den Bereich „Rezensionen“ deines Unternehmens.
Im Tool prüfst du nach einigen Tagen den Status. Zeigt der Status eine Entfernung, ist die Bewertung von Google gelöscht. „Meldung überprüft, kein Richtlinienverstoß“ heißt: Einspruch prüfen. Die beanstandeten Bewertungen innerhalb eines Einspruchs fasst du zusammen, bis zu zehn auf einmal.

Die Dauer der einzelnen Stufen beschreibe ich im Beitrag wie lange es dauert, bis Google eine Bewertung löscht.
Kannst du die Kosten von der Steuer absetzen?
Honorare für das Löschen einer Google-Bewertung, die du als Unternehmen an Agentur oder Kanzlei zahlst, sind in der Regel Betriebsausgaben. § 4 Abs. 4 EStG definiert sie als Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine Bewertung im Unternehmensprofil betrifft deinen Betrieb, das Honorar deshalb auch. Die genaue Behandlung klärst du mit deiner Steuerberatung.
Das gilt ebenso für einen Selbsthilfe-Zugang, den du als Unternehmer kaufst. Bewahre Rechnung und Auftrag zusammen mit deiner Meldeakte auf.
Unfaire Google Bewertungen löschen bei Erpressung
Ein Sonderfall ist Erpressung. Verlangt jemand Geld, Waren oder Leistungen dafür, schlechte Bewertungen zu entfernen, rät Google klar: nicht zahlen, nicht verhandeln, schnell Belege sichern und das eigene Meldeverfahren von Google für Erpressung nutzen. Eine hohe Anzahl an negativen Bewertungen in kurzer Zeit ist laut Google ein typisches Zeichen.
Google beschreibt das Muster als plötzlichen Anstieg von Ein- und Zwei-Sterne-Bewertungen, gefolgt von einer Forderung. Zahlen fördert laut Google weitere Forderungen und garantiert keine Löschung.
Sichere Screenshots der Forderung mit Datum, Uhrzeit und Absender, die Links zu den Bewertungen und den Tag, an dem du den Anstieg zuerst bemerkt hast. Google prüft den Fall und teilt dir das Ergebnis mit, Details der Untersuchung gibt Google nicht heraus.
Zahl auch keiner Agentur Geld, die dir im selben Moment anbietet, die Bewertungen zu löschen.
Negative Google Bewertungen löschen lassen bei echter Kritik? Hier lohnt keine Ausgabe
Für ehrliche Kritik an deiner Leistung zahlst du umsonst. Sachlich korrekte Rezensionen bleiben stehen, und Google schlichtet laut eigener Hilfe keine Konflikte zwischen Unternehmen und Kunden. Kein Modell und kein Honorar ändert daran etwas, über jede Bewertung entscheidet allein Google.
Diese Grenze prüfe ich zuerst. Wer eine negative Bewertung löschen lassen möchte, weil sie hart und trotzdem zutreffend ist, verliert Geld und Zeit. Google löscht Bewertungen, die gegen Regeln verstoßen, und lässt zutreffende Kritik stehen. Ist die Kritik berechtigt, bleibt die negative Google Bewertung stehen. Ein Anbieter, der eine Löschung zusagt, entscheidet trotzdem nicht über deine Bewertung. Für echte Kritik ist deine öffentliche Antwort auf die Bewertung der bessere Einsatz.
Eine sachliche Antwort kostet dich keine Gebühr und steht dauerhaft unter der Rezension. Leser sehen dann Kritik und deine Sicht zusammen.
So hilft dir LÖSCHBOOSTER
LÖSCHBOOSTER kostet einmal 149 Euro netto, also 177,31 Euro brutto, ohne Laufzeit und für beliebig viele Bewertungen. Du bekommst eine Anleitung für alle Meldewege von Google, einen Meldetext-Assistenten für sieben typische Fälle, acht Antwortvorlagen und einen Meldetracker mit Erinnerung nach 14 Tagen. Du meldest selbst, ohne Rechtsberatung und ohne Löschgarantie.
Häufige Fragen
Kostet die Meldung bei Google etwas?
Bei Google selbst zahlst du nichts, die Hilfe zur Meldung von Rezensionen nennt keine Gebühr. Die Beschwerde gegen eine Entscheidung ist nach Art. 20 DSA unentgeltlich. Kosten entstehen erst, wenn du eine Agentur oder Kanzlei beauftragst oder einen Selbsthilfe-Zugang kaufst.
Zahlt die Gegenseite meine Anwaltskosten?
Gewinnst du, erstattet die Gegenseite regelmäßig höchstens die gesetzliche Vergütung nach RVG. Hast du einen Stundensatz oder eine Pauschale vereinbart, die darüber liegt, trägst du den Rest. Verlierst du vor Gericht, zahlst du nach § 91 ZPO auch die notwendigen Kosten der Gegenseite.
Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?
Das entscheidet dein Vertrag. Die Musterbedingungen des GDV nennen Bewertungen im Internet nicht als eigene Leistungsart, deshalb klärst du die Deckung vor dem Auftrag schriftlich mit deiner Versicherung.
Was mache ich, wenn die Bewertung nicht gelöscht wird?
Du legst im Tool zur Verwaltung von Bewertungen einmal Einspruch ein und wählst bis zu zehn Rezensionen aus. Danach stehen dir die Beschwerde nach Art. 20 DSA und die Streitbeilegung nach Art. 21 DSA offen. Wie du dabei vorgehst, steht im Beitrag Meldung abgelehnt: so legst du Einspruch ein.
Für wen ist LÖSCHBOOSTER gedacht?
Für Unternehmer mit einem Google-Unternehmensprofil, die eine Bewertung löschen lassen möchten und sie dafür selbst melden. An Privatpersonen verkaufe ich den Zugang nicht. Antworten zu Zahlung, Rechnung und Zugang stehen in der Hilfe zu LÖSCHBOOSTER.
Gibt es gegen Aufpreis eine Löschgarantie?
Nein. Ob und wann Google Bewertungen löscht, entscheidet allein Google selbst, auch wenn eine Agentur die Meldung für dich einreicht. Eine Zusage über das Ergebnis gebe ich deshalb nicht.
Adriano Caruso, Caruso Consulting. Stand: 17. Oktober 2026.
Quellen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Unangemessene Rezensionen in Ihrem Unternehmensprofil melden. https://support.google.com/business/answer/4596773?hl=de (abgerufen am 17.10.2026)
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Report negative review extortion scams on your Business Profile. https://support.google.com/business/answer/16404809 (abgerufen am 17.10.2026)
- Art. 20 DSA, Internes Beschwerdemanagementsystem, Verordnung (EU) 2022/2065. https://lxgesetze.de/dsa/20 (abgerufen am 16.10.2026)
- § 2 RVG, Höhe der Vergütung. https://lexmea.de/de/gesetz/rvg/2 (abgerufen am 16.10.2026)
- § 3a RVG, Vergütungsvereinbarung. https://lxgesetze.de/rvg/3a (abgerufen am 16.10.2026)
- § 4a RVG, Erfolgshonorar. https://lxgesetze.de/rvg/4a (abgerufen am 16.10.2026)
- IWW, RVG professionell 04/2013: Geschäftsgebühr, Ermessen bei der Schwellengebühr. https://www.iww.de/rvgprof/gebuehren-im-zivilrecht/geschaeftsgebuehr-das-ermessen-bei-der-schwellengebuehr-bgh-schafft-klarheit-f65311 (abgerufen am 16.10.2026)
- Rechtsanwaltskammer Freiburg, Anwaltsgebührenrecht, Stand 16.01.2026. https://rak-freiburg.de/uploads/Anwaltsgebuehrenrecht-2026-01.pdf (abgerufen am 16.10.2026)
- beck-aktuell: OLG Frankfurt, Urteil vom 19.03.2026, 16 U 2/25. https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtsprechung-google-bewertung-rechtsdienstleistung-erlaubnis-2026-04-13 (abgerufen am 16.10.2026)
- Kanzlei Plutte: LG Hamburg, Urteil vom 28.06.2019, 315 O 255/18. https://www.ra-plutte.de/agenturen-duerfen-keine-loeschung-negativer-bewertungen-anbieten/ (abgerufen am 16.10.2026)
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Rezensionen lesen und beantworten. https://support.google.com/business/answer/3474050?hl=de (abgerufen am 17.10.2026)
- Google Maps-Hilfe: Rezensionen und Bewertungen auf Google Maps hinzufügen, bearbeiten oder löschen. https://support.google.com/maps/answer/6230175?hl=de (abgerufen am 17.10.2026)
- Art. 16 DSA, Melde- und Abhilfeverfahren, Verordnung (EU) 2022/2065. https://lxgesetze.de/dsa/16 (abgerufen am 17.10.2026)
- Art. 21 DSA, Außergerichtliche Streitbeilegung, Verordnung (EU) 2022/2065. https://lxgesetze.de/dsa/21 (abgerufen am 17.10.2026)
- GDV: Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB 2012), Gesamtkombination Privat und Firmen, unverbindliche Musterbedingungen. https://www.gdv.de/resource/blob/5908/f59e8ceda504825322996f6ec9aa8152/03-gesamtkombination-privat-firmen--gk--data.pdf (abgerufen am 17.10.2026)
- Google Maps: Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte, Verbotene und eingeschränkte Inhalte. https://support.google.com/contributionpolicy/answer/7400114?hl=de (abgerufen am 17.10.2026)
- § 91 ZPO, Grundsatz und Umfang der Kostenpflicht. https://dejure.org/gesetze/ZPO/91.html (abgerufen am 17.10.2026)
- § 3 GKG, Höhe der Kosten. https://www.gesetze-im-internet.de/gkg_2004/__3.html (abgerufen am 17.10.2026)
- § 4 EStG, Gewinnbegriff im Allgemeinen. https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__4.html (abgerufen am 17.10.2026)
- § 185 StGB, Beleidigung. https://lexmea.de/gesetz/stgb/185/beleidigung (abgerufen am 17.10.2026)
Eine unfaire Bewertung fühlt sich persönlich an, weil hinter deinem Betrieb deine Arbeit steht. Nimm dir zehn Minuten, prüf den Fall in Ruhe und melde sachlich. Hängst du an einer Stelle, beantwortet Ranky deine Frage in der Hilfe.

- Online Marketing Manager (IHK)
- SEO-Fachkraft, BVDW-zertifiziert
- Sachverständiger für SEO (DGuSV, BDSF)

Dein nächster Schritt
Mit LÖSCHBOOSTER bestimmst du den Fall, übernimmst den Meldetext und begleitest jede Meldung bis zur Entscheidung von Google.
Zugang sichern

